Was ist Körper und Atemarbeit

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Wenn spreche ich an ?

  • Menschen, die persönlich wachsen und sich wieder lebendig fühlen wollen bzw. ihre Potentiale entfalten möchten.

  • Menschen, die schon viel ausprobiert haben, mit Analysen, Interpretationen und Diskussionen nicht weitergekommen sind.

  • Menschen, die eine Sehnsucht nach Lebensfreude, kraftvoller Gestaltung des Lebens und Eigenverantwortung haben.

  • Menschen, die in einer Umbruchphase oder Neuorientierung sind und die eigene Lebensspur suchen.

  • Menschen, die Ruhelosigkeit, Ohnmacht, innere Leere oder Niedergeschlagenheit wahrnehmen.

Was ist Körper und Atemarbeit

Körperarbeit basiert auf der Tatsache, dass persönliche Begrenzungen körperliche Entsprechungen haben. Diese behindern die Entfaltung unserer Lebenskraft und Potentiale. Viele kognitiv basierende Therapien oder Ansätze sind von vornherein begrenzt. Das verbale Analysieren bringt uns nicht weiter, da die psychodynamische Verbindung zwischen Köper und Gefühlen ausgelassen wird.

Skan Körper und Atemarbeit ist effektiv und schnörkellos, da es direkt an Lösungen von tiefen Blockaden ansetzt. Das Hauptaugenmerk liegt in der Atmung, da die meisten Menschen fast gar nicht atmen oder nur sehr flach und damit die eigene Lebenskraft abgesperrt und zugeschnürt ist.

Die Skan-Körperarbeit hat ihren Ursprung in der Vegetoherapie Wilhelm Reichs. Wegbereiter und Gründer von Skan war der amerikanische Psychologe und Körpertherapeut Michael Smith, Loil Neidhöfer und Petra Mathes (Skan Akademie in Hamburg).

Diese Arbeit ermöglicht wieder Zugang zur eigenen Kraft, Kreativität und Ressource zu finden. Damit kann es Ihnen wieder gelingen, Verantwortung für Ihr Leben zu übernehmen und Ihre Lebensspur zu finden.

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Ausschnitt aus dem Buch “ Wenn die Sehnsucht über die Angst hinaus wächst” (Werner Sattlegger im Gespräch mit Loil Neidhöfer)

  • Wenn du auf so eine lange Berufspraxis zurückschaust: wann kann man sagen, daß eine Psychotherapie erfolgreich verlaufen ist?

Das können eigentlich nur die Klienten selbst beurteilen. Und was ist das: eine erfolgreiche Psychotherapie? Nehmen wir einen sogenannten Borderliner, der nach ein paar Jahren Gruppentherapie so stabil geworden ist, dass er nicht mehr soviel zersetzende Angst hat und zum Normalneurotiker geworden ist. Vielleicht treten jetzt ein paar narzißtische Eigenarten von ihm in den Vordergrund, mit denen er die ganze Gruppe schwer nervt. Ist das eine erfolgreich verlaufende Therapie? Ich würde sagen: ja.

  • Gut, aber das scheint mir eher ein Sonderfall zu sein. Es gibt doch Standards, man arbeitet doch als Therapeut auf etwas hin. Gerade du hast doch gegen die therapeutische Beliebigkeit, die „Schaun wir mal“-Therapie klar Stellung bezogen.

Ok. Standards. Worauf arbeiten wir hin? Das erste Wort, das dazu gesagt werden muß, ist Selbstregulation. Menschen sind dynamische Systeme, die auf verschiedensten Ebenen permanent ins Ungleichgewicht geraten und wieder ausbalanciert werden müssen. Die alte Vorstellung, dass Psychotherapie für immer etwas zurechtrücken kann, was zuvor oft jahre- oder jahrzehntelang gestört war, greift da schon lange zu kurz. Symptombehandlung ist zwar nichts, worüber man die Nase rümpfen muß. Aber das übergeordnete Psychotherapieziel kann nur sein, dass die Fähigkeit zur künftigen Selbstregulation etabliert wird, das ist so wahr wie abgedroschen, man denke nur an die überstrapazierte Methapher, ob man einem hungrigen Mann einen Fisch geben oder ihm lieber das Angeln beibringen soll.

  • Im Zweifelsfall sollte man ihm den Fisch geben, damit er nicht verhungert, bevor er das Angeln erlernt.

Ja, aber da geht es schon los. Vielleicht denkt er dann: der Fisch war so lecker, ich warte einfach, bis man mir den nächsten bringt. Und wenn der nicht gleich kommt, denkt er vielleicht, er hat ein Recht auf leckeren Fisch, wieso kommt der nicht? Und irgendwann sagt er dann vielleicht: ich brauche deinen verdammten Fisch nicht, und deine Angelrute kannst du dir auch in den Mors stecken.

  • Kommt mir bekannt vor.

Wenn Selbstregulation am Ende dabei herauskommen soll, dann bekommt man damit zu tun, was Selbstregulation verhindert. Und da sind wir sofort bei den beiden großen Entwicklungsfallen oder emotionalen Fixierungen: dem Verharren in kindlicher Abhängigkeit oder in adoleszenter Pseudounabhängigkeit. 

  • Gut. Selbstregulation soll dabei herauskommen. Kannst du nicht etwas ausführlicher werden?

Ich kann vielleicht sagen, was ich von Trainees erwarte, wenn sie anfangen, professionell mit Klienten zu arbeiten, welchen Stand ihrer Therapie sie haben sollten. Da wäre zunächst, dass man aufgehört hat, mit seinen Eltern bzw. den maßgeblichen Erziehungspersonen zu hadern. Wie desaströs und beschädigend die Kindheit auch immer gewesen sein mag: man akzeptiert die Vergangenheit als Faktum der eigenen Biographie und ist aus dem Unterholz des Ressentiments, der Anklage, der emotionalen Ambivalenz herausgetreten, all das ist kein großes Thema mehr. Es gibt vielleicht noch Dinge zu klären - und oft werden die Voraussetzungen für eine fundierte Klärung erst in der Therapie geschaffen - aber diese Klärung erfolgt dann nicht mehr aus dem Geist des Ressentiments und der Schuldzuweisung, sondern aus dem gewachsenen Bedürfnis, reinen Tisch zu machen und in Frieden zu leben. Oft ist das aber nicht mehr möglich, weil dazu immer zwei gehören. Entweder sind die Ansprechpartner - also meistens die betreffenden Elternteile - verstorben oder nicht mehr ansprechbar. Und oft sind die Wunden so tief, daß die Heilung sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Ein weiteres Merkmal, das damit zusammenhängt: man schiebt Partnern, Freunden und dem Rest der Welt nicht mehr reflexhaft die Verantwortung für die kleinen und großen Unbilden des eigenen Lebens zu, sondern schaut zunächst mal, was man auf die eigene Kappe nehmen kann und muß. 

  • Ist das nicht ein sehr bescheidenes Therapieziel: der geläuterte Mensch, der sich über nichts mehr aufregt?

Im Gegenteil. Der "geläuterte Mensch" kann sich sehr wohl aufregen und empören, und zwar sofort und auch an die richtige Adresse. Er muß nicht mehr Monate oder Jahre in Angst oder Trotz verstreichen lassen, bevor er oder sie sich an einen belastenden Konflikt heranwagt. 

Noch ein Merkmal: im Sozialverhalten rückt das Verbindende in den Vordergrund und das Abgrenzungsbedürfnis weiter nach hinten.

Weg vom asozialen narzißtischen Schaulaufen, hin zum gefühlten Bedürfnis nach sozialem Austausch, Verbindung und Tiefe. 

  • Was hat denn das alles mit körperorientierter Therapie, also deinem Spezialgebiet, zu tun? Oder anders gefragt: Was im Besonderen ist der Beitrag der körperorientierten Therapie zu solchen "geglückten" Therapien? Ist das nicht alles auch mit normaler, konventioneller Psychotherapie zu erreichen?

Naja, wie der Name schon sagt: körperorientiert. Wenn eine Therapie erfolreich ist, spiegeln sich Veränderungen nicht nur in neu erworbenen emotionalen Zugängen, Konzepten und Haltungen wider, sondern auch in konkreten physischen Veränderungen. Zum Beispiel wird die Atmung dauerhaft vertieft, chronische Spannungsmuster lösen sich oder werden abgemildert. Das führt zu einer gewissen Nachhaltigkeit, wie man heute so schön sagt. 

  • Mehr nicht?

Ich finde das zunächst mal nicht wenig. Wenn dein Chef dich anschnauzt und du merkst - anders als vielleicht noch vor einem Jahr - du kannst dem standhalten, das haut dich nicht mehr um, dir bleibt nicht mehr die Luft weg, dein Magen krampft sich nicht mehr zusammen, du kannst ihm sogar noch ein paar passende Worte antworten…